10 jahre herbstkind photographie

seit 10 jahren begleitet mich die digitale fotografie nun. angefangen hat alles 2003 mit der olympus mju 300, einer kleinen kompatkamera, die nach langer jammerei meinerseits angeschafft wurde und die familienkamera war. schon lang davor hat mich die fotografiererei interessiert, hier und da hab ich mal einen film abseits von urlauben und klassenfahrten voll geknipst (ein wort das ich nicht mag, aber das was ich damals tat gut beschreibt), aber so richtig los ging es erst mit der digicam.

2003.
ich fotografierte alles was so da war. probierte alles möglich aus. weitestgehend in den eigenen vier wänden. nahm mir dort aber auch jede menge zeit und baute irgendwelche dinge auf.
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2004.
neben mir selbst zu hause (2004 das dominanteste motiv) entdeckte ich die münchner ubahn für mich. die mir tatsächlich einiges an ruhm einbrachte damals, zumindest einen gewonnen fotowettbewerb. die liebe zur architektur fotografie begann, obgleich ich außer ubahnen noch nicht viel damit machte. und ich begann gezielt mit der kamera loszugehen. wenn ich mein archiv durchschaue gibt es aus dem jahr viel schrott. aber man sieht auch über das jahr hinweg wie die bilder zunehmend besser werden. soviel entwicklung wie in diesem jahr gab es vermutlich in keinem anderen jahr.
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2005.
ich bin ein bisschen besser im erkennen was nun ein foto ist, dass es wert ist bearbeitet zu werden und was eher nicht. zumindest ist der ausschuss im bearbeitet-ordner auf der festplatte nicht mehr so groß. sonst hat sich stilmäßig nicht so arg viel getan. ein bisschen weniger selbstportraits dafür ein bisschen mehr outdoor.
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2006.
ich kaufe mir eine dslr. meine erste eigene digitalkamera. die canon eos 350d. das war damals noch so unnormal, dass ich auf der straße immer wieder interessiert beobachtet wurde. junges mädel, große kamera. das bild kannte man da nicht. ich fotografiere immer mehr draußen. ziehe immer noch oft gezielt zum fotografieren los und mache bei einer fotogruppe an der uni mit. mein stil wird immer minimalistischer. es gibt einige bilder aus diesem jahr die auch heute noch zu meinen persönlichen favoriten zählen. ich verkaufe meine ersten bilder und habe meinen ersten kleinen fotojob.
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2007.
meine obsession für treppen beginnt. überhaupt ist die architekturfotografie auf dem höhepunkt bei mir. ich habe weiterhin hier und da kleine fotojobs und fotografiere zum ersten mal für die uni die absolventenfeier, das mach ich mit einer kleinen unterbrechung – ich musste mir ja selbst mal mein diplom auf der bühne abholen – immer noch. und ich fange an mit film zu experimentieren. aber das hat sich bis heute nicht so recht durchgesetzt. dafür nutze ich das neu erworbene weitwinkel 10-20mm intensivst.
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2008.
ich fotografiere den avatar, der mich auch heute, fünf jahre später, noch auf allen möglichen plattformen begleitet. immer noch architektur, architektur, architektur. treppen, treppen, treppen. und das große fotoshooting mit der uni fotogruppe. mit blitzanlagen kann ich nun auch umgehen.
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2009.
ich liebe symmetrie. fotografiere meine erste hochzeit und besuche ein bisher letztes mal meine architektonisch geliebte pinakothek der moderne. überhaupt, langsam wird das mit der architektur ein bisschen langweilig und auch treppen findet man nur noch am anfang des jahres. und selbstportraits? hab ich das ganze jahr nicht eins gemacht.
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2010.
mein studium ist beendet. ich arbeite und habe keine zeit mehr. zumindest deutlich weniger. so habe ich verglichen mit den vorjahren nur noch 30% der fotos gemacht. im dezember trenne ich mich dann von der kleinen dslr und steige auf die 60d um. so toll sie auch ist. so gut wie die 350d kenne ich sie glaube ich heute noch nicht. außerdem habe ich spaß an iphone photographie dank hipstamatic und instagram gefunden.
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2011.
beinahe alle meine fotos entstehen auf reisen. wann anders habe ich die kamera kaum noch in der hand. außer als ich für drei wochen einen kater bei mir beherbergte. extra mit der kamera losziehen. fehlanzeige. dafür fotografiere ich weiterhin fleißig mit instagram und hipstamatic.
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2012.
der trend vom letzten jahr setzt sich fort. fotografiert wird auf reisen und für aufträge. die aufträge werden derweil mehr, vor allem hochzeiten. und auf reisen kommen dafür mittlerweile mehr brauchbare bilder raus. ich sehe dinge in der stadt und bekomme sie auch so auf’s foto wie ich es gern hätte. architektur probiere ich in der ein oder anderen stadt mal wenn sich was entsprechendes grad in den weg stellt. mögen tu ich die bilder allerdings nicht mehr wirklich. auch mit der bearbeiterei der fotos bin ich unglaublich hinterher. ein bisschen aufgehübscht für’s blog ja. richtig ordentlich für flickr oder das portfolio nein. die zeit, die zeit. sonst gesellt sich noch eine kompaktkamera dazu, die fujifilm x10. der versuch wieder mehr fotos zu machen indem man die kamera immer dabei hat. so arg viel fotos machen ich leider dennoch nicht mehr. aber auch bei urlaubstrips ist die kleine eine angenehme abwechslung mit so viel weniger gewicht. und die iphone apps hat sie auf jeden fall ersetzt.
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selbstportraits. ubahnhöfe. architektur. treppen. hochzeiten. reisen. ich bin gespannt was ich in den nächsten 10 jahren alles so fotografiere.

6 Comments

  1. Ganz tolle Zusammenstellung Doris

  2. Das ist eine schöne Auswahl und wenn du selbst ältere Aufnahmen immer noch zu deinen Lieblingen zählst, ist das wunderbar!

    Bei mir werdens im Sommer diesen Jahres auch 10 Jahre digitales fotografieren. Begonnen hat alles mit einer Hosentaschenkamera von Nikon, die extra für Neuseeland zugelegt wurde (damals haben 128MB CF-Speicher noch satte 30 Euro gekostet) und dann bin ich über eine BridgeKamera von Canon mit Superzoom (die viel zu stark gerauscht hat) 2007 durch das in die Hand nehmen deiner DSLR auch zum Fotografieren mit einer Spiegelreflex gekommen :)

    Ich hab jedoch nicht annähernd so viele Aufnahmen wie du gemacht und es zeigen sich keine für die Jahre typischen Motive/Genre, die ich ausprobiert habe. Und durch die Arbeit wirds auch bei mir immer weniger und man steckt die große Kamera doch nicht mehr so oft ein.

    Wie zufrieden bist du denn mit der x10? Hab die ja schon öfter auf Fotos erkannt bei euch. Ist dort ein Standardzoom dabei? Und wie beurteilst du das Bildrauschen bei höheren ISO-Werten?

    • die x10 hat ein festverbautes objektiv. (28-112mm ohne cropfaktor in diesem fall ;)) genau das wollte ich aber auch. denn wechselobjektive hab ich ja schon bei der dslr und ich wollte nicht noch eine sammlung anfangen. das rauschen finde ich sehr ok für eine kompakte. an die dslr kommt es aber natürlich nicht ran. im februar soll die x20 rauskommen. es juckt mich in den fingern, aber ich werde es schön bleiben lassen… wäre ja auch albern da schon wieder so viel geld auszugeben.

  3. Patrick Bogoczek

    sehr schöne Zusammenfassung – besonders das letzte Foto aus 2011 ;)

  4. Bitte auch noch die nächsten 10 Jahre fotografieren, sonst würdest Du mich sehr traurig machen! ;-)

    • ganz bestimmt. bestimmt anders als heute und bestimmt andere motive. aber bestimmt weiter fotografieren… :)

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